Die Lieben Wesen waren mir nicht mehr am Herzen. April 2007 war ein Monat, in dem es viel geschah. Endlich traf ich die Entscheidung alle Kontakte mit der Klasse B aufzuhören. Sie belasteten nur mein Leben, das ich doch so glücklich führen konnte. Bis heute wundere ich mich sehr, warum nur so spät? Es gab ja immer jemanden, der versuchte es mir zu erklären. Ich wollte aber nicht hören, und wer nicht hören will, muss fühlen. In all diesem Chaos fand J. sie Möglichkeit sich zu mir anzunähern. Sie machte das allmählich, so dass es ihr schließlich gelang. Wahrscheinlich wusste ich schon damals von ihrem elektronischen Notizbuch, dessen Titel mein Name war. J. schrieb da alles, was mit meiner Person verbunden war; alle Treffen, gewiss sogar die zufälligen, alle Blicke auf sie und Ähnliches, was kaum glaubwürdig ist. Denn die Wahrheit sah folgend aus: von frühen Zeiten an verliebten sich in mich sowohl Monika als auch J.. Die erste konnte davon nicht wissen, weil J. alles dafür machte außer Verdacht zu bleiben. Und sie hatte dabei ein Ziel. Am Ende vom April veränderte sich die Situation. J. ging mit Monika nicht mehr um, sie war frei und unabhängig. Hier war ich etwas leichtsinnig – ich ließ sie ihre Gefühle zeigen, obwohl ich wusste worum es geht. Ich tat nicht dagegen, denn sie schien die Einzige zu sein, die mich wirklich trösten wollte – einfach so, wohltätig. Es kam unter uns zwei zu einem wichtigen Gespräch, in dem ich sagte, dass mir ihr hartnäckiger Charakter sehr gefällt. Dann fragte sie mich nach einer Partnerschaft: ich und sie Solch ein Dummkopf wie ich ließ sich keine Zeit fürs Überlegen geben und sagte wegen der reizenden Emotionen gleich zu. Damals fiel mir nicht mal auf, dass der Charakter nicht alles ist. Für J. war es der glücklichste Tag ihres Lebens, ja, sie träumte davon lange. Was ich wirklich machte, erfuhr ich erst eine Woche nachher, nach dem langen Wochenende im Mai, als ich in die Schule trat. Das war Dienstag der 8., ganz normal kam ich in den Klassenraum. „Wir kennen dich nicht! Wir wissen, was du gemacht hast!“ riefen sofort meine zwei besten Freunde Damian und Grzesiek. Beim ersten Mal fühlte ich mich echt schuldig, aber ich erklärte das ihnen gleich. Trotzdem schauten sie auf mich etwas anders als sonst. Es vergangen also zwei weitere Wochen, in denen ich immer sicherer war, dass so was nie passieren sollte. Zwar machte ich sie glücklich, aber ich selbst hatte dadurch einen verschlechterten Ruf. Es gab auch Missverständnisse mit anderen Bekannten. Auch die beiden rieten mir diese Partnerschaft möglichst schnell zu reißen. Jedes Mal wenn J. vorbeiging, gaben sie seltsame Gerausche her. Deswegen schmiedete ich einen Plan, wie ich das schaffen könnte. Außerdem bereitete ich entsprechende Argumente gegen „Paarsein“ vor, damit alles realistisch aussah. Kurz überlegte ich und sammelte gleich alle Teile meiner Verabschiedungsrede. Beispielsweise taugte ich zu einer Partnerschaft gar nicht, denn ich hatte keine Gefühle, und wenn schon, dann war es für mich unmöglich sie zu zeigen. Zudem fertigte ich eine Liste mit meinen „Lebensvoraussetzungen“ an. Sie beinhaltete solche Punkte wie: keine Partnerschaft, keine Gefühle, das Alleinsein, die Unabhängigkeit und so weiter. Diese Liste war eine ausgezeichnete Begründung meines Entscheids. Denn ehrlich gesagt, wollte ich unbedingt rasch wegfliehen, von einem Mädchen, das ich nicht liebte und alle negativen Meinungen über mich vernichten. Solches Leben konnte ich nicht vertragen. Schließlich am 23.05 verließ ich sie. Ich war dadurch glücklich. Das einzige Problem war es, dass J. gleich in Träne ausbrach, was ich aufhalten musste. Zudem schnitt sie ihre Venen an. Ich wollte nämlich, dass sie meine Entscheidung akzeptiert und zwar mit Verständnis. Natürlich durfte ich die wirklichen Gründe nicht verraten, aber falls sie intelligent ist, ahnte sie gleich, worum es ging. Sie beklagte Grzesiek über den Bruch zwischen uns. Ich erreichte ein Ziel – ich konnte endlich alle Infos sammeln und analysieren. Kurz nach der Wende wurde ich über ein anderes Mädchen verdächtigt. Hier muss ich dem zustimmen, aber nicht ganz. Es war eher eine sensible Freundin von mir, die lediglich und gelegenheitlich sich etwas für Beziehungen zwischen mir und J. interessierte. Die erweckten an ihr manchmal Mitleid. Einen Kontakt zu Ola wollte ich auf keinen Fall vernachlässigen. Sie war einfach sympathisch. Außerdem gab es noch eine schöne Gestalt, die eine wichtige Rolle spielte. Es war einmal ein Deutschkurs, auf den sich Damian einschrieb. Weil ich auch dieselbe Deutschlehrerin vorher hatte, kam ich einmal mit Damian, um sie zu besuchen. Da lernte ich eine der Teilnehmer kennen. Kasia war in der Gruppe die jüngste (von mir und Damian um ein Jahr), deshalb nannte man sie „Töchterchen“, wodurch ich noch lange einen Grund zum Lachen hatte. Das war so lustig. Sie erfreute sich sehr, als sie hörte, von welchem Lyzeum wir sind, weil sie sich auch zu diesem bewerben wollte. Wenn es um den Zeitpunkt geht, war dies in Tag vor meiner Ausfahrt im Jahre 2006 nach Cottbus. In Deutschland verbrachte ich vier Tage lang, an denen ich viel Spaß hatte. Wir fuhren dort für Vorlesungen aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen. Am Ende wurde ein großer Bal veranstaltet und habe dabei ganze Menge Leute aus eigener Schuler kennen gelernt, die hauptsächlich aus bilingualen Klassen waren, also eine Chance etwas Neues und Interessante zu hören. Bis heute denke ich richtig positiv daran, was wir dort erlebten. Mit Kasia traf ich mich mehrmals, es fiel zunächst schwer. Ich war immer schüchtern, das heißt, ich besaß nie die Fähigkeit, sich so ausdrücken zu können, wie ich es mir wünschen würde. Sogar wenn ich es von ganzen Kräften wollte, wäre es mir sicherlich nicht gelungen. Eine schöne Sache war eine Rose von mir, das ich ihr schenkte. Und das ist doch nicht so oft der Fall! Nur wenn jemand bedeutend ist. Es gab solche Zeit, wenn ich ihr wiederholte, dass ich sie liebe, und das machte ich jedes Mal beim Abschied. Ob das Liebe war, weiß ich nicht. Ich wusste jedoch, sie war dessen wert. Und wieder tauchte in einem Gespräch das auf, das ich auf ihre Sätze kaum achtete, die einen höheren Sinn übertrugen. Alles ging also durch mich selbst kaputt. Nd ich kann offen sagen, es ist wieder passiert. Vielleicht gäbe es noch eine Chance für irgendwelche Verbesserung, aber – wie immer – hatte ich keine Zeit dafür, irgendwas zu tun. Dabei denke ich auch, dass ich keinen großen Wert oder große Aufmerksamkeit auf ihre Worte legte, was allmählich dazu führte, dass man einen näheren Kontakt verlor. Etwas später veranstaltete meine Schuler so genannte „Offene Tür“, da lernte ich drei Freundinnen von Kasia kennen. Eine von ihnen wollte auch zu unserer Schuler. Die zwei anderen Agacia und Dominika waren die lustigsten Mädchen, das ich überhaupt traf. Das Schuljahrende war immer näher, und wir fingen an daran zu denken, was es in den Sommerferien zu machen gäbe. Plötzlich kam Damian auf die Idee, vorher ein bisschen zu arbeiten und dann irgendwohin wegzureisen. Um etwas Geld für Sommerferien zu verdienen, gingen wir zu McDonald’s im größten Einkaufzentrum in dieser Stadt. Ziemlich frühzeitig gaben wir unsere Bewerbungszettel an, so dass wir sie Arbeit sicher hatten. Verpflichtet waren wir nur noch dazu, sich beim Arbeitsarzt untersuchen zu lassen. Zur Untersuchung stellten wir und dreimal. Beim zweiten Mal, als wir zu dritt in einer langen Schlange standen, bemerkte einer von uns, dass etwas weiter hinter uns ein Mädchen aus der parallelen Klasse A steht. Ich wusste nur, dass sie nach Cottbus mitfuhr. Sogar ihren Namen kannte ich nicht, deswegen wetteten die zwei, ob ich auf sie zukomme und ihnen Vornamen erfahre. Anfangs sagte ich „nein, ich gehe nicht“. Darauf antworteten Damian und Grzesiek, dass ich nur zu ihr gehen sollte, mich vorstellen, ihren Namen bekommen und das wäre alles. Einen Moment überlegte ich, und dachte mir, dass es doch einfach ist, ich sollte gehen. Und los. Vielleicht war sie etwas überrascht, trotzdem erkannte sie mich. Unter größerem Eindruck waren aber Damian und Grzesiek, denn sie glaubten daran gar nicht, das ich es mache. Im Juli begannen wir mit der Arbeit. Jeden Tag gab es was Neues und kriegten neue Erfahrungen. Wir waren da nicht die einzigen Jugendlichen. Bei McDonald’s stellte sich such unsere Klassenkameradin ein. Sie arbeitete lediglich ab und zu. Wir lachten, dass sie auf der Mutterschutzfrist ist. Durch 10 Tage waren wir ständig beurteilt und betrachtet, weil es sich gewiss der Firma lohnte, die jungen Mitarbeiter zu wechseln. Am zehnten Tag unserer Arbeit wurde entschieden, wem der Arbeitsvertrag gekündigt wird und wem verlängert wird. Bis heute macht sich Damian Gedanken, wie es möglich war, das mich das Unternehmen zur weiteren Arbeit zuließ und ihn nicht, trotz – wie er es immer sagt – seines Aufopferns im Gegenteil zu mir. Quatsch. Grzesiek wurde auch gefeuert, aber es handelte sich um etwas Ernsteres und zwar bediente er einmal seine Freundinnen. Die bestellten zwei mittelgroß Cola, aber Grzesiek gab ihnen die größten aus, na ja, eine Bekanntschaft. Bestimmt bliebe diese Tat unbemerkt, aber einer der Jugendlichen – Szymon – teilte darüber der Leiterin mit, obwohl er dasselbe machte. Nach zehn Tagen von ersten zehn Angestellten blieben vier Leute an ihrer Stelle. Mich deuchte, es wird von jetzt an langweilig, denn ich war dort allein unter neuen unbekannten Leuten. In kurzer Zeit kam neue junge Mitarbeiter an. Unter anderen ein Mädchen, dessen Haare einem Schaf ähnelten, do dass die Oberhaupte sie anfassen musste. Ingesamt arbeitete ich bei McDonald’s über einen Monet lang. Inzwischen gab es eine der lustigen Situationen: ich musste mal raus mit einer Tasse Tee zu einem älteren Mann. Unterwegs lief mich ein Mädchen an ,weil sie meine Handynummer für seine Freundin wollte. Ich schaute kurz auf sie, dachte warum denn nicht? So war der außergewöhnliche Beginn einer Bekanntschaft mit Emisław. Schriftlich unterhielten wir uns ziemlich viel, mündlich erst einundhalb Jahre später. Eines Tages sagte mir mein Vater, dass es einen Studentenverband gibt und wenn wir auf eine Reise ans Meer fahren wollen, müssen wir uns nur anmelden. Denn in den ersten agen Augusts wurde ich dem Fristvertrag zufolge von der Arbeit befreit und gemeinsam mit Grzesiek und Damian schmiedeten wir Pläne für den Rest der übrigen drei Wochen bis Ende unserer Sommerferien. Wir waren also an diesem Angebot interessiert, besonders weil es ganz schön preiswert war, alles inklusiv und dazu noch ans Meer. Wir nahmen es sofort. Aus unklaren Gründen wurden wir informiert, dass die Reise abberufen wurde. Glücklicherweise gab es noch eine zweite Ausfahrt aber ins Gebirge. Trotzdem sagten wir zu. Unsere Eltern vereinbarten sich einen Termin, um alles genau zu besprechen. Die Schlussfolgerung lautete: wir dürfen fahren im Falle, wenn einer der Väter mitfährt. Wir nahmen diese Bedingungen an und mussten nur noch einige Tage abwarten. Am 16. August kamen wir alle auf den Bahnhof. Ohne Träne verabschiedeten wir uns von den Eltern und rannten zum Zug, um die besten Plätze zu belegen und damit es möglichst niemand in der Abteilung ist. Wir fanden eine total leere, also wir konnten alle endlich bequem sitzen. Wir waren zu fünf: uns drei, mein Vater und mein Hund, denn mein Erzieher wollte unbedingt, dass unser Tier da ist. Wenn man aber mit einem Erwachsenen und Freunden Zeit verbringt, gibt es dann keine Freiheit, denn wir konnten einfach nicht über alles reden, was wir vorhatten. Im Zug war es immer laut und ganz amüsant, doch überall benachbarten wir mit Studenten. Alkoholika trank man wie Mineralwasser. Wir hatten Spaß ohnehin. Am Ort, Biały Dunajec, sahen wir erst, wo wir landeten – bei Bergbewohnern. Es war ein reines Dorf mit nur einer langen Strasse. Wir lernten dort das Studentenleben, das heißt vom morgen trinken und rauchen, abends dasselbe mit größerer Menge Alkohols. Wir lernten auch Namen und Typen verschiedener Getränke. Umso war es seltsamer, dass wir nichts tranken, wodurch Studenten erstaunten. Echtes Unglück traf uns etwa in der Mitte unseres Aufenthaltes, als wir mal am späten Abend zu einem der drei Läden gingen. Plötzlich überfielen uns fünf Einwohner dieses verdammten Dorfes, weil – wie sich erst später erklärte – täuschten sie uns mit anderen Touristen. Unglaublich. Sowieso brachte uns ein Krankenwagen zum Krankenhaus in Zakopane. Wir wurden wieder untersucht. Auch das Problem der Rückfahrt mussten wir selbst lösen. Am häufigsten ist es in den Sommerferien so, dass das Ende nicht will. Und wir? Ganz im Gegenteil, wir zählten jeden Tag der Hölle auf Erden. Andererseits brachten uns Bräuche der Bergbewohnerin, bei der wir wohnten, zum Lachen. An einem Tisch mussten sechs Studenten sitzen, das war ihr Befehl. Falls nicht – wütend schrie sie und alle Studenten waren gleich gehorsam. Wegen aller Ereignisse fürchtete Damian irgendwohin auszugehen. Am Ende der Qual kam eine Gruppe der Jugend samt einem Priester. Damian lernte ein Mädchen kennen. In der Nacht wachten wir ständig auf, weil Damians Handy ganze Zeit piepste. Einmal wir mit meinem Vater, der über eine Reihenfolge sagte, welcher von uns als erster ein Mädchen hat, welcher als zweiter und welcher am Ende. Vor allem Damian, dann Grzesiek und ich bildete das Schlusslicht. Das war fast wie eine Prophezeiung, die aber erst fürs nächste Jahr zutraf. Endlich kam der lang erwartete Tag der Heimfahrt. Alle waren schon müde, noch mal sagten wir uns, dass wir nie mehr ins Gebirge fahren. Außerdem bekamen wir eine gute Erfahrung, dass man mit Bergbewohnern nicht umgehen sollte, Das Böse steckt an ihrer Mentalität. Seit diesen Sommerferien erkennen wir gleich, ob jemand südliche Wurzeln hat. Es war ab und zu geil, denn ein Studentenleben gefiel uns sehr. Trotzdem nie mehr Gebirge! Dabei ist noch eine Sache auffallend – ich erkrankte. Eine Erkältung aus Bergen hatte sehr schlimme Folgen; ich verlor meine Stimme, was vorher nur einmal und zwar in der Grundschule passierte. Es musste etwas mit der Goralin und ihrer Räche zu tun haben. Für die Schule verspätete ich mich ungefähr zwei Wochen. Während ich erste Woche zu Hause verbrachte, rief mich Damian an. Er stellte mir meine Idee von der Zeit, als wir noch in der ersten Klasse waren. Es ging nämlich um Klassenwechsel: wegen meiner deutschsprachigen Kenntnisse sollte ich zur Klasse B, Damian mathematisch begabt zur Klasse E, und Grzesiek bleibt in der Klasse C. Am Telefon fragte mich Damian, ob wir es in Gang setzen, wobei ich selbstbewusst zustimmte. Und so schickten wir unsere Eltern zu Klassenerziehern, die unseren Entscheidungen einverstanden waren. Von diesem Moment an fühlte ich mich sehr stolz, denn ich wurde einer der in Polen wenigen bilingual unterrichteten Schüler. Zudem war nun Herr K. mein Klassenerzieher, was mich riesig erfreute. Das ist ja ein lebenslustiger Mensch. Zur neuen Klasse hatte ich ein seltsames Verhältnis und zwar nach meinem Plan sollte ich ausschließlich die DSD-Prüfung vor Augen haben und danach streben. Klassenbeziehungen waren mir ganz unwichtig. Ich kam hierher lediglich für die Zulassung zu DSD C1. Unbedingt wollte ich Unterrichtsstunden mit unserem „deutschen Kraftwerk“ in der Schule, also mit Herrn S. Im Laufe der Zeit erfuhr ich jedoch, dass solche Fächer, die auf Deutsch unterrichtet werden sollen, nur zur Hälfte in dieser Fremdsprache verliefen. Außerdem bekam ich das Gefühl einsam in einer fremden Klasse zu sein. Für Klasse C galt ich als Verräter, Damian auch. Und mal wieder musste ich gegen dieses Vorurteil kämpfen, in dem ich beispielsweise deutsche Aufsätze korrigierte. Allerdings machte ich das schon lange her… Derzeit war die Situation mit Sandra durcheinander. Zwar knüpften wieder einen Kontakt an, unterhielten wir uns viel, aber sahen einander selten. Sandra kannte ich seit Gymnasium. Sie war damals eines der hübschesten Mädchen, das mir gefiel. Nachher gab es eine einjährige Pause, bevor wir noch mal anfingen. Es war keine wahre Liebe, aber ich dachte, warum denn nicht. Als Mädchen hatte sie viele Vorteile, nicht nur ihre Schönheit, sondern auch die Fähigkeit, sich überall abfinden zu können. Auf den Mund war sie auch nicht gefallen. Es zählte doch, aber hier endet die Liste. Sandra liebte mich vom ganzen Herzen, sie sagte auch, sie kann meine Puppe sein, ich könnte sie nutzen, sie will nur, dass ich sie liebe, kuschle, und nah bin. Trotzdem täuschte ich nur vor, dass ich sie auch liebe. Alles in allem am 6.10.07 waren wir schon zusammen. Ich weiß, nach solchen Sachen soll ein Mädchen nicht fragen. Doch sie sollten stattdessen gebeten werden, denn so macht ein Gentleman. Ich aber bin zu schüchtern. Als ich fragte, warum sie bis zum Moment, wenn ich sie bitten würde, nicht wartete, antwortete sie, sie habe gewusst, dass ich es nicht tue. Ja, das stimmt. Ich könnte alles sagen, aber dies Einzige nicht, ich hätte bestimmt viele Probleme, um sich richtig und taktvoll auszureden. Sogar wenn das echtes Verlieben wäre, würde ich es ja lange, zu lange Zeit, verbergen. Hier muss ich noch darauf hinweisen, dass ich fürchte offen über diese Gefühle zu reden. Noch mehr befürchtete ich, sie zu zeigen, ich finde dann nicht genug Mut, obwohl ich weiß, dass sie erwidert werden. Nach so langer Zeit hielt ich Sandra für ein Mittel. Eigentlich wollte ich die Vergangenheit vergessen, als ob es nie passierte und ein neues Konto eröffnen. Wie erwähnt, verabredete ich mich mit Sandra während dieser bekannten drei Wochen keinmal. Anfangs waren wir beide glücklich. Je mehr Zeit es verlief, umso mehr und öfter langweilte ich mich. Zuletzt fand ich eine neue Beschäftigung. Es klingelt seltsam, aber ich war eher an meinem neuen Handy und seinem Software interessiert als an Sandra. Etwas Verrücktes passierte mir, denn ein materielles spielte für mich eine wichtigere Rolle als ein Mensch. Es vergingen drei Wochen und an einem Tag sprach mich Sandra an. Zuerst wollte sie nur beobachten, wie ich darauf reagiere, wenn sie mir das Paarsein verkündet. Auch bei diesem Mal passte ich auf ihre Worte nicht auf. Schließlich sagte Sandra mir ab, dass sie geht. Mich berührte das jedoch nicht, sogar wenn Sandra den Satz zweimal wiederholte. Ich hatte damals andere Probleme; ich besaß nicht mehr diese Fähigkeit, dank deren ich mich in einer neuen Lage abfinden würde. Deswegen musste ich irgendwie mit allem zurechtkommen, was mich manchmal überwand. Seit der ersten Klasse veränderte sich vieles. Doch ich beschrieb schon mal, wie leger ich mich verhielt. Im Laufe der Schuljahre beeinflussen mich verschiedene Leute. Mit Leuten, die einen schlechten Ruf hatten, ging ich um, anstatt sich an den ersten wahren Freunden zu halten. Dies halt ich für einen Reinfall des Jahrhunderts. Charakterseigenschaften. Ja, dieses Wort benutzte ich oft. Dank gesammelter Auskünfte über mich selbst, erfasste ich einige Schlussfolgerungen. Was ich anders machen konnte, was trotzdem gut war, was am schlimmsten war. Allmählich ordnete ich jeden Teil meines Lebens. Im Oktober kam zur Schule eine Freundin von mir her. Einen Monat früher lag sie in einem Krankenhaus, erst dann konnte sie die Schule besuchen. Die kannte ich schon seit dem Silvesterabend 2006/2007, als ich zu Gast zu einem Freund von mir kam. Knapp ganze Nacht redeten wir. Nach diesem Abend führten wir von Zeit zu Zeit Gespräche, aber je später, desto seltener. Eines Tages begegnete ich ihr bei McDonald’s, als sie als eine Kundin kam. Erst im September konnte ich sicherstellen, dass sie die Schülerin unseres Lyzeums ist. Seitdem sie bei uns empfangen wurde, erneuerten wir die Bekanntschaft. Ich denke, ich fiel ihr ganz gut auf. Edyta war ein nettes Mädchen, an ihr erkannte ich sofort, dass sie in der Familie einen Goralen / eine Goralin haben musste. Sie sagte dem zu, aber ich verriet nicht, wonach ich es erkannte. Trotzdem hielt ich sie für eine gute Freundin. Wir konnten uns voll verständigen. Edyta war nächstes Mädchen, dass meine Angst vor einer Nähe entdeckte. Ich weiß nur nicht, wie es dazu kam, dass ich während unserer langen Gespräche ziemlich viel über Kasia redete, aber ich kenne ganz gut Sache. Ich handele oft so, dass ich bei Mädchen von anderen Mädchen erzähle… was sehr aufregend ist. Eines Tages erzählte ich Edyta von einem Wunsch von Kasia, sie wollte nämlich das bekannte Kinofestival „Camerimage“ besuchen. Dieser Wunsch verwirklichte sich aber nicht. Deswegen musste ich auch etwas von der Lebenslaufes von Kasia darstellen; woher ich sie kenne usw. Ihre Gestalt prägte sich stark in Edytas Gedächtnis ein. Durch einen Gedanken an sie schien Edyta irritiert zu sein. Es war ja sehr problematisch es einfach zu vergessen. Deshalb versuchte ich vielmals sie zu Kasia zu vergleichen, um zu zeigen, dass Edyta viel besser auffällt. Andererseits hatte alles eine Chance anders zu enden. Am Ende Oktobers organisierte ein Freund von mir seine 18-Jahre-Gebutstagsparty und ich sowie Edyta kamen dort, etwas unvorgesehen. Die Party endete für mich na 15 Minuten wegen eines Anrufes meines Vaters, der mich unbedingt brauchte. Es könnte doch so schön sein. Rund um Weihnachten war der Gipfel. Durch Kasia, die davon nie wusste, fiel alles in den Abgrund runter: wir hatten keine gemeinsame Sprache mehr, nichts. Es geschah allmählich…Ich wollte noch etwas retten, es gelang jedoch nicht. Irgendwann kamen nächste Sommerferien. Hierzu muss ich eine ganz neue Person einführen. Seit zwei Jahren half ich einer Freundin von J. bei Deutschhausaufgaben. Eines Tages sprach mich ein Mädchen über „GG“ an. Sie schrieb mir, sie habe meine Nummer aus unserem Schulforum. Einige Tage später erfuhr ich von ihr, dass sie J. kennt und von ihr erhielt sie diese Nummer. Durch zwei Jahre übersetzte ich zum Spaß ihre Hausaufaufgaben, denn ich wusste, dass ich etwas Neues kennen lernen kann. Vor den Sommerferien im Jahre 2008 wurden unsere Gespräche etwas anders, wir sprachen von ganz verschiedenen Dingen, obwohl wir uns ständig nicht einander sahen. So erfuhr ich, dass sie bald an die polnische See fährt und zwar nach Kołobrzeg. Dort wird sie circa drei Wochen sitzen. Derzeit plante ich mit Mariusz einen Ausflug an die Küste, bis ich an einem Tag eine Nachricht von Marta bekam. Zuerst wusste ich gar nicht, um wen es sich handelt, so tief war ich überrascht. Von wem Marta meine Handynummer hatte war klar, aber vor allem war ich gespannt, warum sie überhaupt an mich schrieb. Ich dachte, dass einen Grund dafür geben muss. Den konnte ich nicht erraten, trotzdem deuchte mich, dass es eine List sein muss. Ich meinte, J. wollte sich rächen, indem sie Marta benutzt, so dass sie einen Kontakt mit mir anknüpft. Im Laufe der Wochen erklärte sich etwas mehr die Situation. Marta war wirklich in Kołobrzeg und hatte einfach Langeweile. Mariusz und hatten vor ans Meer zu fahren, aber den Ereignissen zufolge waren wir gezwungen den Plan ein bisschen zu verändern. Zwar wollten wir immer noch hin, aber nur durch Kołobrzeg. Marta weckte an mir Interesse, wer sie ist, wie sie aussieht, und ähnlich. Leider ließen die Eltern von Mariusz ihn nicht fahren, hingegen durfte ich stets, aber falls jemand mit mir fährt. Ich dachte die Reise ist eigentlich vorbei. Zum Glück irrte ich mich überwiegend, denn als meine Eltern nach Sulejów wegfuhren, sagte mit mein Vater, dass ich am selben Tag einpacken muss und ans Meer ausfahren. Ich erstaunte sehr, aber ich machte das, ich fuhr nach Kołobrzeg ganz allein. Am Ort lernte ich nach fast zwei Jahren Marta kennen. Zum ersten Mal trafen wir uns, als sie und ihre Gruppe gerade aus einer Kirche ausging. Sie sah irgendwie vergeistigt aus. Marta machte auf mich einen positiven Eindruck – ich wusste längst, dass sie sehr intelligent ist und dazu sehr schön. Blonde, goldene Haare sollen mich meinen Voraussetzungen nach, nie bewundern, diese Farbe aber doch. Das entdeckte ich aber etwas später. Durch meine Ankunft fanden wir endlich die Möglichkeit, alles klar zu machen. Da entstand auch eine interessante Geschichte: als J. hörte, das ich zu Marta kam, war sehr sehr wütend. Sie beklagte gleich Marta über Verrat – sie dachte, dass mich Marta so manipulierte, dass ich kam. Für mich war alles komisch. Es war meine Entscheidung dorthin 600km zu fahren, eigentlich ins Blaue. Für Marta war diese Situation traurig,, sie verlor auf diese Weise eine der besten Freundinnen. Vier Tage lang lebte ich selbstständig und täglich Marta besuchend. Jetzt weiß ich, es lohnte sich, Marta persönlich kennen zu lernen, obwohl zwei Jahre vergingen. Nachher verlängerte ich meine Reise und fuhr weiter nach Gdynia und Sopot, um Freunde zu treffen und gemeinsam Bier bei McDonald’s zu trinken. Erst dann kam ich nach Hause zurück. Ein Ausflug auf eigene Faust gefiel mir sehr, deshalb hoffe ich den im nächsten Jahr zu wiederholen. Was aber Marta betrifft, nach Sommerferien trafen wir uns öfter, besonders am Ende Oktobers. Da fing ich an, sich Schritt für Schritt an Marta emotional anzubinden. Sie erweckte an mir ehrliche Gefühle, was mir bisher nie passierte. Es ist etwas ganz Anderes, etwas Wahres wie noch nie.
Alles in allem bin ich überglücklich, dass Marta da und mit mir ist für jetzt und künftig!
J. bitte um Verzeihung u. wünsche trotz allem alles Gute
Robert
Alles in allem bin ich überglücklich, dass Marta da und mit mir ist für jetzt und künftig!
J. bitte um Verzeihung u. wünsche trotz allem alles Gute
Robert